Polymarket in Deutschland blockiert: GGL stuft Vorhersagemärkte als illegales Glücksspiel ein

Jonas Lorenz · Jun 2, 2026

Polymarket in Deutschland blockiert: GGL stuft Vorhersagemärkte als illegales Glücksspiel ein

Illustration zur Sperrung von Polymarket durch die deutsche Glücksspielbehörde GGL

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat Polymarket für Nutzer in Deutschland gesperrt und damit eine klare Linie gezogen bei der Bewertung von Prognosemärkten außerhalb des Sports, wobei die Behörde politische und wahlbezogene Vorhersagemärkte unter den GlüStV 2021 als unerlaubtes Glücksspiel einstuft und nur lizenzierte Sportwetten auf klar definierte Ereignisse mit nachprüfbaren Ergebnissen zulässt.

Beobachter stellen fest dass die Plattform deutsche IP-Adressen automatisch blockiert was eine Teilnahme technisch erschwert doch die rechtliche Lage bleibt komplex da Verstöße zwar als Straftat gelten doch die Durchsetzung in der Praxis schwierig ist weil grenzüberschreitende Angebote oft schwer zu kontrollieren sind und die GGL ihre Entscheidung auf eine öffentliche Warnung aus dem September 2025 stützt die auch auf der nationalen Glücksspiel-Blacklist verankert wurde.

Regulatorischer Rahmen und rechtliche Grundlage

Der GlüStV 2021 regelt das Glücksspielwesen bundesweit und erlaubt ausschließlich Sportwetten die auf nachweisbare Resultate basieren während Prognosemärkte wie jene auf Wahlausgänge oder politische Entwicklungen als manipulationsanfällig gelten und daher außerhalb der erlaubten Kategorien liegen was die GGL als zentrale Aufsichtsbehörde mit der Sperrung durchgesetzt hat und damit bestehende Regelungen konsequent anwendet ohne Spielräume für nicht lizenzierte Anbieter zu lassen.

Experten erklären dass die Einstufung auf der fehlenden Lizenzierung und der fehlenden Verifizierbarkeit der Ereignisse beruht wobei die Behörde Manipulationen als zentrales Risiko identifiziert und daher keine Ausnahmen zulässt was in der Praxis bedeutet dass Plattformen wie Polymarket ihre Dienste in Deutschland nicht anbieten dürfen und Nutzer bei aktiver Teilnahme mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen obwohl die tatsächliche Verfolgung solcher Fälle aufgrund technischer Hürden oft begrenzt bleibt.

Technische Umsetzung und Nutzerfolgen

Polymarket hat die Geoblockade für deutsche Verbindungen implementiert wodurch der Zugang direkt unterbunden wird und dies als Reaktion auf die behördliche Anordnung erfolgt die bereits in früheren Warnungen angekündigt wurde während in Juni 2026 die Regelung weiterhin Bestand hat und die Plattform keine Anzeichen einer Aufhebung zeigt was die Situation für deutsche Nutzer unverändert lässt und sie auf lizenzierte Alternativen im Sportwettensektor verweist.

Darstellung der Auswirkungen der GGL-Entscheidung auf Prognosemärkte

Nutzer die dennoch versuchen die Sperre zu umgehen riskieren rechtliche Schritte obwohl die Behörde die Durchsetzung primär auf Anbieterseite fokussiert und die individuelle Verfolgung als nachrangig behandelt was in der Praxis zu einer Situation führt in der die technische Barriere die Hauptabschreckung darstellt während die rechtliche Warnung als ergänzende Maßnahme dient und die GGL kontinuierlich die Einhaltung überwacht.

Abgrenzung zu erlaubten Angeboten

Im Gegensatz zu Prognosemärkten bleiben Sportwetten auf definierte Ereignisse mit klar messbaren Ergebnissen wie Tore oder Punkte unter dem GlüStV 2021 erlaubt sofern der Anbieter eine entsprechende Lizenz besitzt und die GGL betont dass nur solche Angebote den regulatorischen Anforderungen entsprechen während alles andere als nicht zulässig gilt und damit die Trennlinie zwischen erlaubtem und verbotenem Glücksspiel scharf zieht.

Die Entscheidung betrifft ausschließlich nicht-sportliche Vorhersagemärkte und lässt bestehende Sportwettenlizenzen unberührt was bedeutet dass regulierte Anbieter weiterhin operieren können während unregulierte Plattformen wie Polymarket aus dem deutschen Markt ausgeschlossen bleiben und die Behörde damit ihre Aufsichtsfunktion wahrnimmt ohne den gesamten Sektor zu beeinträchtigen.

Fazit

Die Sperrung von Polymarket durch die GGL festigt die bestehenden Vorgaben des GlüStV 2021 und sorgt für eine klare Trennung zwischen erlaubten Sportwetten und nicht lizenzierten Prognosemärkten wobei die technische Umsetzung durch Geoblocking und die rechtliche Einordnung als illegales Glücksspiel gemeinsam wirken um den deutschen Markt zu schützen und die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten während in Juni 2026 die Regelung weiterhin gilt und Nutzer auf lizenzierte Optionen verwiesen werden.